Lagerhalle Spitzboden, Rolandsmauer 26 49074 Osnabrück
Der Krieg in Afghanistan geht weiter; die Debatte über ihn auch. Bei allem Leid, das schon jetzt zu beklagen ist, wächst die Einsicht, dass eine militarisierte Außenpolitik in die Irre führt. Der „gute Krieg“, als Fortsetzung der Moral mit anderen Mitteln, hat weder die große demokratische Katharsis gebracht, noch konnten er die Region befrieden – im Gegenteil. Die US- und ISAF-Truppen werden mit einer Wucht angegriffen, die man bisher noch nicht kannte. Der Widerspruch zwischen einer an Bedeutung gewinnenden militärischen Interventionspolitik der Bundesrepublik und einer globalen Politik zum Schutz der Menschenrechte wird immer deutlicher. Die Leidtragenden sind diejenigen, in deren Namen die Intervention 2001 öffentlich begründet wurde. Diesen Widerspruch wird Thomas Gebauer aufgreifen, kritisch betrachten und versuchen Perspektiven für das Land am Hindukusch zu skizzieren.
Eine Kooperation der Rosa-Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V. mit medico international e.V.
