
oder: das drohende Ende der Gleichheitsidee. Eine kritische Bestandsaufnahme
Einleitung: Thomas Gebauer, medico international / Audio-Mitschnitt MP3
Aus der Perspektive des Südens: Dr. Narendra Gupta, People´s Health Movement, Bangalore, Indien / Audio-Mitschnitt MP3 / Präsentation PPT
Aus der Perspektive des Nordens: Dr. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Brot für die Welt, Stuttgart / Audio-Mitschnitt MP3
Eingangstatements zu den fünf Foren der Konferenz
Dr. Armando de Negri, Gesundheitsverwaltung Porto Alegre und Universität Rio Grande do Sul, Porto Alegre, Brasilien / Audio-Mitschnitt MP3 / Zum Text
Dr. Andreas Wulf, medico international, Frankfurt / Audio-Mitschnitt MP3 / Zum Text
Knut Lambertin, Bundesvorstand Deutscher Gewerkschaftsbund, Bereich Sozialpolitik, Politischer Sekretär für Gesundheitspolitik, Berlin / Audio-Mitschnitt MP3 / Zum Text
Prof. Dr. Lawrence Gostin, Georgetown-University, USA / Audio-Mitschnitt MP3 / Zum Text
Dr. Bernhard Winter, Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte, Maintal / Audio-Mitschnitt MP3 / Zum Text
Parallele Diskussionen zu den Eingangstatements
Gesundheit als Menschenrecht: Praktische Erfahrungen im Süden und Norden. Dr. Armando de Negri / Audio-Mitschnitt MP3, Ysabel Vornhecke und Ole Baumann, Büro für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin/Hamburg / Präsentation PDF
Demokratische Partizipation: Gesundheitsbewegungen als Instanz und Politikkontrolle. Dr. Andreas Wulf / Präsentation PPT und Prof. Dr. Gerhard Trabert, Vorsitzender des Vereins Armut und Gesundheit, Mainz / Präsentation PPT
Gesundheit als öffentliches Gut: Aus der Debatte um soziale Infrastruktur. Ellen Paschke, ver.di Bundesvorstand, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Hartmut Reiners, Ökonom und Publizist, Brandenburg
Umverteilung: Instrumente globaler Finanzierung. Prof. Dr. Lawrence Gostin und Dr. Gorik Ooms, Institute for Tropical Medicine, Antwerpen, Belgien
Eine neue Ethik: Prinzipien und Regulierung professionellen Handelns. Dr. Nadja Rakowitz und Dr. Remco van de Pas, medicus mundi international, Niederlande / Präsentation PPT
mit:
Diskussion mit:
Die Arbeitsgruppen wurden organisiert von: action medeor, medizinische Flüchtlingsbüros, Oxfam, ver.di, Buko-Pharmakampagne, vdää, medico international, Attac, Aktionsbündnis gegen AIDS, medicus mundi international u.a.
Gesundheitskampagnen auf globaler und nationaler Ebene werden vorgestellt. Ziel ist ein Erfahrungsaustausch und die daran anknüpfende Entwicklung und Vorstellung von Strategien im Kampagnenbereich. Die beiden Inputreferate und die anschließende gemeinsame Debatte sollen auch zu einer stärkeren Vernetzung beitragen.
Referenten und Referentinnen:
Die Ottawa-Charta (verabschiedet 1986) soll helfen, unterschiedliche Strategien der Gesundheitsförderung anzuwenden und weiterzuentwickeln. Inwiefern es in den letzten 20 Jahren gelungen ist, daran anknüpfend neue Handlungsprioritäten zu entwickeln und wie die praktische Umsetzung möglich ist, wird in diesem Workshop erörtert.
Referenten und Referentinnen:
In Deutschland sind ganze Bevölkerungsgruppen faktisch von der Wahrnehmung des Rechts auf Gesundheit ausgeschlossen. Dies trifft zum einen Illegalisierte, zum anderen Neu-EU-Bürger/innen, die durch die eingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit und große Informationsdefizite bezüglich bestehender Rechtsansprüche weiterhin keinen ausreichenden Zugang zum Gesundheitswesen haben. Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe und Hydra e.V. werden den rechtlichen Hintergrund für Illegalisierte und Neu-EU-Bürger/innen darstellen und auf die Situation von Sexarbeiterinnen aus den neuen EU-Beitrittsländern eingehen. Anschließend gibt es eine gemeinsame Diskussion über Perspektiven und die Herausforderungen für die Beratungsarbeit.
Referenten und Referentinnen:
In Entwicklungsländern ist die medizinische Basisversorgung vor allem im ländlichen Raum oft unzureichend. Dort, wo das öffentliche Gesundheitssystem die Menschen nicht erreichen will oder kann, übernehmen häufig Gesundheitspromotoren, traditionelle Hebammen und ehrenamtliche Dorfgesundheitshelfer die medizinische Basisversorgung. Anhand von Projektbeispielen aus Lateinamerika betrachtet dieser Workshop deren Rolle, Aufgaben und Motivation sowie ihre Zusammenarbeit mit dem staatlichen Gesundheitssystem. In der Diskussion soll analysiert werden, welche Chancen und Risiken Selbstorganisation und Partizipation bergen, welchen Rahmen der Staat bieten muss und wo die Grenzen medizinischer Laienarbeit liegen. Die Übernahme von Eigenverantwortung soll der Verantwortung des Staates kritisch gegenübergestellt werden.
Referentinnen:
Der Workshop behandelt den Zusammenhang von Gesundheitswissen und Selbstorganisation, Empowerment von Betroffenen, Verringerung der Informationskluft zwischen Professionellen und Patienten im Gesundheitswesen, Modelle von Mitberatung und Mitbestimmung. Zwei Impulsreferate aus Simbabwe und Deutschland sollen in eine offene Debatte überleiten.
Referenten:
Gesundheitspolitik wird immer stärker zur Angelegenheit von Strukturen globaler Governance. Der Workshop diskutiert, wie diese Strukturen verändert werden müssen, um die Chance zu haben, weltweit verbindliche Mechanismen eines gerechten Zugangs zu Gesundheit auszuarbeiten, durchzusetzen und zu garantieren. Referenten und Referentinnen:
Vorgestellt werden Konzepte und Erfahrungen zivilgesellschaftlicher Mitbestimmung und Kontrolle der öffentlichen Arzneimittelpolitik in Brasilien (Zugang zu Aids-Medikamenten) und Deutschland (Unterausschuss Arzneimittel des Gemeinsamen Bundesausschuss). Mit anschließender Diskussion.
Referenten und Referentinnen:
Zur Verbesserung der Gesundheitssituation in Entwicklungsländern ist eine ausreichende Versorgung mit Medikamenten grundlegende Voraussetzung. Um dies nachhaltig zu gewährleisten, ist die lokale Produktion von Medikamenten unabdingbar. Innerhalb des Workshops werden daher Entwicklungen in der lokalen Medikamentenproduktion, mit dem aktuellen Beispiel eines EU-geförderten Projektes in Arusha/Tansania, näher beleuchtet. Zum anderen wird in den Referaten näher auf das TRIPS-Abkommen und dessen Konsequenzen für die lokale Medikamentenproduktion/-verteilung eingegangen.
Referenten:
Medizinische Forschung findet oft in Zusammenarbeit von öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen statt. Wer setzt die Prioritäten, wer verfügt über die Ergebnisse? Fallbeispiele und Lösungsansätze.
Referenten:
Die Entstaatlichung der Arzneimittelzulassungsbehörden, die Einflussnahme der Industrie auf die Definition von Krankheiten und Gesundheitsrisiken oder Mechanismen der Leitlinien-Medizin sind nur einige Felder, in denen eine mächtige Gesundheitsindustrie versucht, ihre Geschäftsräume durch Einflussnahme auf gesundheitliche Normensetzung mittel- und langfristig auszuweiten. Die gefälschte „Influenza-Pandemie“ und die Instrumentalisierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass derartige Strategien auch auf internationaler Ebene erfolgreich sind. Wie eine „Public-Private-Health-Partnership“ der WHO mit großen Pharma-Konzernen zu einer Strategie kriminellen Pharma-Marketings missbraucht werden konnte, welche weiteren Einflussnahmen der Industrie auf gesundheitliche Normensetzungen bereits erkennbar sind, welcher gesundheitliche und welcher volkswirtschaftliche Schaden dadurch entsteht und welche Konsequenzen daraus auf nationaler und internationaler Ebene zu ziehen sind, werden in dieser Arbeitsgruppe diskutiert.
Referent:
In diesem Workshop sollen ökonomische und ideologische Hintergründe des gegenwärtigen Privatisierungsdrucks im Gesundheitswesen und ihre Auswirkungen auf die Finanzierungsformen (privat oder öffentlich) untersucht werden. Die Ökonomisierung führt zu Über-, Unter- und Fehlversorgung in allen Bereichen des Gesundheitswesens. Es sollen die Mechanismen und immanenten Konsequenzen der Ökonomisierung aufgezeigt werden.
Referenten und Referentinnen:
From international and national perspectives the following key problems of the health worker crisis will be discussed with social scientists, public health experts, lawyers, nurses and MD: human resource policies, international recruitment, ethical & cultural aspects, working conditions and rights.
Referenten und Referentinnen:
Der Workshop will inhaltlich einen historischen Abriss sowie Begriffs- und Definitionsklärungen häufiger Begriffe bieten und Neulingen in der gesundheitspolitischen Szene einen Ein- und Überblick über die Strukturen des Gesundheitssystems verschaffen. Wir wollen dabei sowohl deutsche als auch internationale Zusammenhänge berücksichtigen.
Referenten und Referentinnen:
Der Workshop will Bildungsmaterialien für Auszubildende der Gesundheitsberufe, die sich mit Fragen von Menschenrechten, Armut und Gesundheit und Corporate Social Responsibilty in der Pharmaindustrie beschäftigen, politisch diskutieren. Der Workshop eignet sich zum einen für diejenigen, die Bildungsangebote im Gesundheitsbereich machen und sich mit neuen Materialien und Methoden vertraut machen wollen. Zum anderen soll deutlich gemacht werden, dass es sich für Menschen, die später als Krankenpflegerinnen und -pfleger, Arzthelferinnen und -helfer etc. arbeiten werden, lohnt, sich auch mit politischen Aspekten von Gesundheit auseinanderzusetzen.
Referentinnen:
