Nur über ein Viertel des Haushalts kann die Weltgesundheitsorganisation (WHO) tatsächlich entscheiden. Den Großteil machen projektgebundene Gelder einzelner Mitgliedsstaaten oder privater Akteure aus. Die Finanzierung der WHO steht symbolisch für die Finanzierung der Gesundheitssysteme in vielen ärmeren Ländern und dem was Europa blüht, wird die Kürzungspolitik fortgesetzt. …
Das Recht auf Gesundheit ist verankert in internationalen Vereinbarungen und Erklärungen, gehört in vielen Verfassungen postkolonialer Staaten zu den verbrieften Grundrechten und wird regelmäßig …
Alternative Wege der Medikamentenversorgung. Wie ein genossenschaftlich organisiertes Gesundheits-Unternehmen preiswerte Arzneimittel produziert und nebenbei mit den Mythen der Pharma-Multis aufräumt …
bangladesch
Santa Cruz liegt im Westen von Rio de Janeiro. Hier leben rund 200.000 Menschen unter ärmlichen Bedingungen, fernab jeder öffentlichen Wahrnehmung. Seit Ansiedlung des neuen Stahl- und Hüttenwerks des brasilianischen Ablegers von ThyssenKrupp ist für die Fischer und anderen Anrainer in der Bucht von Sepetiba nichts mehr, wie es war. …
brasilien
2012 fand der sechste lateinamerikanische Kurs zur politischen Theorie in der „Escola Nacional Florestan Fernandes“ (ENFF) statt. Ziel des Kurses ist die Stärkung des überregionalen …
In Caetité im semiariden Sertão steht die größte Uranmine Lateinamerikas. Durch nahezu tägliche Sprengungen werden gigantische radioaktive Staubwolken voll strahlender Uranpartikel aus der Mine …
Das Siedlungsgebiet der Waiãpi befindet sich im südöstlichen Regenwaldgebiet von Französisch-Guyana sowie in Abflußgebieten nördlich des Amazonas in den angrenzenden brasilianischen …
Die brasilianische Landlosenbewegung, der „Movimento dos Trabalhadores Rurais sem Terra“ (MST), hat sich seit einigen Jahren eine Ausweitung seiner internationalistischen Aktivitäten …
„Was wir brauchen, ist ein radikal anderes Entwicklungsmodell: eines, das nicht auf Agrar-Exporte ausgerichtet ist, sondern einer genossenschaftlich und ökologisch orientierten Produktion für die …
Der Bundesstaat Maranhão im Norden des lateinamerikanischen Riesenlandes wird hin und wieder mit dem seltsam anmutenden Spitznamen »Kongo Brasiliens« betitelt. Das ist kein Verweis auf die Herkunft, sondern auf die Armut seiner Bewohner. Brasilien verzeichnet den weltweit größten Unterschied zwischen arm und reich. Maranhão ist dafür das Synonym …
Der Bundesstaat Acre liegt im äußersten Westen Brasiliens an der Grenze zu Peru und Bolivien und ist halb so groß wie Deutschland. Fast ganz Acre ist von Regenwald bedeckt, zahllose Flussläufe durchziehen das Land. Ein Großteil der Bevölkerung ist indigener Herkunft und lebt in extremer Armut. In Zusammenarbeit mit der Selbstorganisation der Indígenas leistet medico sozialmedizinische Projekthilfe, die 2003 mit Fortbildungskursen für Hebammen begann …
CODEPU leistet Unterstützung für die Überlebenden der Menschenrechtsverletzungen während der Diktatur in Chile, insbesondere für diejenigen, die aufgrund der mangelhaften Aufarbeitung noch keine …
chile
Die Menschen in Ägypten überraschen die Welt erneut. Viele Monate nachdem sie den autoritären Herrscher Mubarak aus dem Amt gejagt haben, gehen sie erneut auf die Straße, um ihre Revolution zu verteidigen. …
Ägypten
Unzählige UN-Resolutionen blieben in der Vergangenheit Papier. Es gibt Resolutionen zu Indien, Russland oder Zypern, die nicht eingehalten wurden, ohne dass dies Folgen hatte. Die Gründung eines palästinensischen Staats steht ebenso aus, wie das Referendum über die Zukunft der Westsahara. Deren Bewohner leben seit mehr als 30 Jahren unter marokkanischer Besatzung. Afrikas letzter Kolonialkonflikt überdauert die Zeit. …
westsahara
Seit 1989 zieht sich mitten durch ein 2700 km langer Wall aus Sand und Geröll durch die Sahara, bestückt mit hochsensiblen elektronischen Bewegungsmeldern, bewehrt mit Minen aus den USA, …
Michael Mörth vom medico-Partner Bufete de Derechos Humanos hat jahrzehntelang an der Aufarbeitung des Völkermords am Ixil-Volk gearbeitet. Im Prozess gegen Guatemalas ehemaligen Diktator Ríos Montt vertrat er die Nebenklage. Nach der Urteilsverkündung ist er aus Sicherheitsgründen zunächst in Guatemala untergetaucht. medico sprach mit ihm über die Bedeutung des Schuldspruchs. …
guatemala
Seit der jahrzehntelange Bürgerkrieg in Guatemala 1996 mit einem Friedensabkommen zu Ende ging, führen die Opfer der staatlichen Gewalt einen langwierigen Kampf um Gerechtigkeit und Aufklärung. medico begleitet diese juristischen Aufklärungsbemühungen, die dazu unumgängliche Selbstorganisation der Betroffenen und die noch immer dringend nötige psychosoziale Hilfe für Angehörige und Überlebende schon seit vielen Jahren. Seit 2010 hat diese Arbeit wieder an Bedeutung gewonnen …
ECAP widmet sich seit seiner Gründung 1996 der psychosozialen Arbeit im Rahmen der Aufarbeitung der Diktatur. Ziel ist die Aneignung der Geschichte und die Friedenssicherung in der Post-Konflikt-Situation. Konkret bietet das Team psychosoziale Betreuung für Familienangehörige von Opfern des gewaltsamen Verschwindenlassens und außergerichtlicher Hinrichtungen sowie eine psychosoziale Begleitung für Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Zudem leistet die Organisation Lobby- und Sensibilisierungsarbeit gegenüber nationalen Instanzen …
Der Nebelwald in Guatemala zeichnet sich nicht nur durch eine hohe Vielfalt der in ihm beheimateten Tier- und Pflanzenarten aus, viele dieser Arten sind dort auch endemisch, d.h. sie kommen an keinem …
Die Basisgesundheitsorganisation Asociación Coordinadora Comunitaria de Servicios para la Salud (ACCSS) in Guatemala und medico international verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Was in den …
Einer Lücke in der Gesundheitsversorgung der armen Bevölkerung Guatemalas im wahrsten Sinne des Wortes nehmen sich die »Zahnheilkünstler« des Programms für Zahngesundheit an. Mit ihren kostengünstigen, technologisch minimalisierten aber qualitativ hochwertigen Zahnreparaturen und Prothesen bieten sie eine bezahlbare Alternative zu den privaten Zahnärzten, deren Tarife für die Mehrheit der Bevölkerung unbezahlbar sind …
Karla ist Künstlerin und öffentlich aufzutreten ist sie gewohnt, allerdings unter völlig anderen Umständen. Eigentlich sind es die Bühnen des Landes, auf denen sie Lieder von der Liebe, von …
honduras
Der Verein 'Action pour le Changement' (APC) bietet mit mobilen Bibliotheken Kindern und Jugendlichen, die Opfer des Erbebens vom 12. Januar 2010 geworden sind, in den bis heute existierenden Camps die Möglichkeit, eine Auszeit von ihren schwierigen Lebensbedingungen und der Tristesse des Lageralltags zu finden. …
haiti
Im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Haiti hat medico international sowohl Soforthilfe geleistet als auch langfristig orientierte Entwicklungsprojekte initiiert. Insgesamt umfassen die in den …
In einer kommunalen Sektion von Léogâne, dem Epizentrum des Erdbebens von 2010, leben relativ verstreut etwa 35.000 mehrheitlich junge Menschen, die keine Ausbildung haben und über keine, bzw. …
Dass im Mittelpunkt von Projektmaßnahmen nach einem Erdbeben Bautätigkeiten stehen, ist einleuchtend. Fast zu einleuchtend. Denn nach solchen Katastrophen passiert es häufig, dass eilig …
Nach dem Erdbeben flohen 160.000 Menschen aus den betroffenen Regionen in das Departement Artibonite zu ihren Verwandten und Bekannten. Artibonite selbst war von diesem Erdbeben nicht betroffen. …
Krankheit macht arm und Armut macht krank – auf diesen einfachen Satz lässt sich die größte gesundheitliche Herausforderung bringen, mit der medico in vielen Projektregionen konfrontiert ist. …
Die gemeinnützige Organisation „Social Colectivo de Salud Popular“ (COSALUP) gründete sich 1983 mit dem Ziel der Umsetzung des Konzepts der Basisgesundheitspflege auf nationaler Ebene. Im …
Die Globalisierung hat ein Gesicht: Es ist die scheinbar wie entfesselt wachsende Megacity. 15 der 20 größten Stadtregionen der Welt liegen im globalen Süden und ein Drittel der Stadtbewohner lebt …
indien
Über den deutschen Projektträger Haukari e.V. unterstützt medico international die Arbeit von Khanzad im Norden des Irak. Mittelpunkt der Aktivitäten von KHANZAD ist das 1996 als Begegnungs- und Bildungsstätte gegründete soziale und kulturelle Frauenzentrum in Sulaimania. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Beratung vor allem von Frauen und Jugendlichen in Krisen-und Gewaltsituationen, sowie gegenüber häuslicher Gewalt und Praktiken der Genitalverstümmelung. Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Versorgung und psychosoziale Betreuung von inhaftierten Jugendlichen, Fortbildungen des Gefängnispersonals im Umgang mit Konflikten und Depression unter den Jugendlichen sowie die Arbeit mit den Angehörigen der Inhaftierten. Darüber hinaus macht KHANZAD Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit zur Situation von Frauen und den Umgang mit Gewalt …
irak
Die Kurdistan Health Foundation (KHF) ist seit 1991 mit mobilen Gesundheitsteams in der gesundheitlichen und sozialen Aufklärung der Bevölkerung in entlegenen ländlichen Regionen engagiert. Die Teams der KHF haben ihre gesundheitlichen Aufklärungsprogramme zu den Themen Gewalt gegen Frauen und Kinder, Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung erweitert und haben in der Pishder-Region, wo Genitalverstümmelung weit verbreitet ist und es eine hohe Zahl von Ehrenmorden und Selbstverbrennungen unter Frauen gibt, spezielle Aufklärungskampagnen zu familiärer Gewalt und Geschlechterverhältnissen durchgeführt …
Wer vor Hunger stirbt, durchleidet zuvor lange, quälende Wochen der Auszehrung. Körper und Geist passen sich dem fortgesetzten Mangel an Nahrung zunächst an und reduzieren den Stoffwechsel auf ein …
kenia
Mit einem integrierten Nothilfeprojekt will das PHM Kenya die Verteilung von Gütern zur Linderung der akuten Not mit der Bekämpfung der strukturellen Ursachen der Hungerkrise verbinden. …
Wir müssen die Ursachen von Tragödien verstehen, damit sich diese nicht wiederholen. Die Katastrophe in Ostafrika ist keineswegs unfassbar, sie hat sich seit Jahren und Jahrzehnten angekündigt. …
Wie immer ist Rita voller Tatendrang, diesmal treffe ich sie zuerst in PARDs Büro in Saida, von dem aus die Aktivitäten in den informellen palästinensichen Siedlungen im Süden organisiert werden. Zuerst berichtet sie …
libanon
Der langjährige Projektpartner von medico international, PARD, widmet seine Arbeit seit Jahren den PalästinenserInnen, die in den informellen Siedlungen in Südbeirut und im Südlibanon, außerhalb der offiziellen Flüchtlingslager leben. Schwerpunkte sind die Gewährleistung einer präventiven und medizinischen Basisversorgung sowie Bildungsprojekte medico unterstützt insbesondere ein Projekt zur Stärkung der politischen und sozialen Menschenrechte von palästinensischen Kindern, Jugendlichen und Frauen. Durch den Aufbau von Frauen- und Jugendkommitees soll deren Einfluss auf lokale Entscheidungsprozesse gestärkt, Geschlechterdiskriminierung reduziert und die Kommunikation mit den libanesischen Nachbarn verbessert werden. Gleichzeitig geht es bei der Schaffung dieser Strukturen darum das Selbstbewusstsein der AkteurInnen zu stärken und durch gezielte Arbeit mit Kindergruppen bereits frühzeitig geschlechterdemokratische Einstellungen und Praxen zu fördern …
"So etwas hat es hier noch nie gegeben!“ Der Sicherheitsbeamte im Genfer Palast der Nationen ist sichtlich erschüttert. Mit uniformierten Kollegen hat er in einem Sitzungssaal Posten bezogen, in …
sri lanka
Sri Lanka Advocacy ist ein Internetmagazin und eine gemeinsame Initiative mehrerer Hilfs- und Entwicklungsorganisationen aus Deutschland. Das Netzwerk engagiert sich in Lobby- und …
In Mali ist ein Ausweg aus dem Konflikt nicht in Sicht. Welche Folgen hat die Eskalationen der Gewalt für die zivilgesellschaftlichen Demokratiebestrebungen und für die Arbeit der medico-Partner AME und ARACEM? …
mali
Angesichts der Verschlechterung der humanitären Situation durch die militärische Eskalation in Mali, fordert die malische medico-Partnerorganisation AME (Association Maliènne des Expulsés) eine politische Lösung des Konfliktes, die zuallererst die Interessen der malischen Bevölkerung berücksichtigt. …
Die militärische Zuspitzung der politischen Krise in Mali und die Machtübernahme radikalreligiöser islamistischer Milizen im Norden Malis hat unter der Zivilbevölkerung eine Fluchtwelle ausgelöst. Dem malischen medico-Partner AME liegen zahlreiche Berichte von Vergewaltigungen als Kriegswaffe vor. Unsere Partner helfen nun in Bamako betroffenen Mädchen und Frauen, das Erlebte zu verarbeiten und durch die Bereitstellung wichtiger Soforthilfen ein wenig Sicherheit und Ruhe zu verschaffen. …
Im Jahre 2008 verwüstet der Sturm Nargis weite Teile Myanmars. Die burmesische Militärdiktatur will die katastrophalen Zustände geheim halten und verhindert eine Berichterstattung. Gegen den Willen der Machthaber dokumentieren dennoch Filmemacher die Zustände im Katastrophengebiet, in dem weit über 100.000 Menschen ihr Leben verloren haben. …
birma
Nur weg hier, hat sich Carlos irgendwann gesagt. Spätestens als der kleine Bruder eines Tages nicht wieder kam. Auch nicht am nächsten Tag, in der nächsten Woche, dem nächsten Monat. Der Bruder …
mexiko
MMM ist eine mexikanische Gruppe, die sich für die Rechte von Migrant_innen einsetzt. Während zunächst mexikanische Migrant_innen in den USA im Fokus der Gruppe standen, zentriert sich die Arbeit …
„Die Leute hier auf dem Land wollen, dass ich ihnen den Zahn ziehe, wenn er wehtut. In der Stadt tun sie alles, damit er möglichst lang erhalten bleibt“, erzählt die junge Zahnärztin, die wie …
Die jüngere Geschichte Nicaraguas ist komplex und durchzogen von einer Vielzahl politischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Verwerfungen, geprägt von Kriegen, Diktaturen, Revolutionen, Naturkatastrophen, Migration und Exil, sexuellem Mißbrauch und Vielem mehr. Diese psychosozialen Wunden sind bei der Mehrheit der NicaraguanerInnen nicht geheilt. …
nicaragua
Über die Ermächtigung („empowerment“) und Mobilisierung von Jugendlichen für eine gesündere Umwelt hilft das „Centro de Información y Servicios de Asesoría en Salud“ (CISAS), die Gesundheitssituation und den Schutz der Umwelt in Nicaragua zu verbessern. …
In den letzten elf Jahren sind in Nicaragua über 5.000 Menschen an chronischer Niereninsuffizienz gestorben, die meisten von ihnen ehemalige Zuckerrohrarbeiter oder Familienangehörige, die auf oder neben den durch Pestizide kontaminierten Plantagen des Ethanol-Agrobusiness gelebt haben. …
Die in dem Comité Regional zusammengeschlossenen Basisgesundheitsorganisationen (CISAS Nicaragua, ASECSA Guatemala, APROCSAL El Salvador, EAPSEC Chiapas u.a.m.), die sich im Sommer in El Salvador …
Das CEAV entstand in den 1980ern als eine Art Think Tank der befreiungstheologischen Bewegung. Vor dem Hintergrund der gewaltvollen Vergangenheit Nicaraguas, welche sich in Form multidimensionaler psychosozialer Wunden in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat, begreift das Zentrum psychosoziale Arbeit als wesentliches Werkzeug für die Entwicklung des Landes. Das von medico international geförderte Projekt richtet sich an Jugendliche. Hier sollen die Fähigkeiten von jugendlichen Vertreter_innen von lokalen Organisationen, vermittelt über einen psychosozialen Ansatz, gestärkt werden und so die notwendige soziale Transformation gefördert werden …
Dürre Zahlen eines Sachberichts über die Ergebnisse von 2007: 60 Familien identifizieren sich weitgehend mit den Projektzielen, 25 nur mit einzelnen Komponenten, 65 Familien sperren sich. Die Rede …
Vor zwei Jahren, am 27. Juli 2010, wurde Pakistan von der schlimmsten Flutkatastrophe seit 80 Jahren heimgesucht. Das Ausmaß der Zerstörungen war nach UN-Angaben größer als nach dem Erdbeben in …
pakistan
Die sozialmedizinische Hilfs- und Entwicklungsorganisation HANDS war eine der ganz wenigen Organisationen, die sich noch während der Fluten als flächendeckend handlungsfähig erwies. Ihre über …
Die Forschungs-, Advocacy- und Kampagnenorganisation PILER entstand 1982 aus dem Widerstand gegen die von den USA gestützte Militärdiktatur des Generals Zia ul-Haq und die von ihr gewaltsam …
Das Sindh Labour Relief Committee (SLRC) wurde im August 2010 von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener sozialer Bewegungen und Intellektuellen …
Der Bauingenieur aus der Stadt drückt den medico-Mitarbeitern fest die Hand und verspricht ungefragt, er bleibe, bis das ganze Dorf wieder aufgebaut sei. Wir stehen auf dem schlammigen Hauptweg von …
Die Fluten des diesjährigen Monsuns haben zahlreiche Dämme im Süden Pakistans gebrochen. medico unterstützt deshalb neben dem langfristigen Wiederaufbau auch die neuerliche Nothilfe unserer pakistanischen Partner. 100 Hauptamtliche und 500 Freiwillige wurden in die 5 am schwersten betroffenen Distrikte entsandt. HANDS evakuierte bislang 5000 Personen und versorgt diese nun in 3 Nothilfecamps. …
Im Sinne des Konzepts der kritischen Nothilfe, die auf die nachhaltige Überwindung von Not und Elend zielt, wird medico über die unmittelbare Nothilfe hinaus nicht nur die langfristigen Wiederaufbauarbeiten unterstützen, sondern auch die langwierige Durchsetzung der politischen Forderungen der Landlosen begleiten und sich für soziale Reformen stark machen. …
In Absprache mit medico international hat HANDS bisher 743.486 Euro für sein Wiederaufbau-Programm TAMEER (The Appropriate Measures for Early Recovery and Early Rehabilitation) eingesetzt. Es …
Bernd Eichner und Dr. Andreas Wulf waren gemeinsam mit dem medico-Partner HANDS in Pakistan unterwegs. …
Wie immer in Zeiten einer Katastrophe mit medialer Aufmerksamkeit stehen die Telefone bei medico nicht still. Interviewanfragen zur Spendenbereitschaft. Das Fernsehen braucht Bilder von …
medico international unterstützt die Flut-Nothilfe und Wiederaufbauprogramme der pakistanischen Organisation Health and Nutrition Development Society (HANDS). Diese Bilder entstanden in den …
Am 4. April 2011 wurde der palästinensisch- jüdische Theatermacher Juliano Mer Khamis vor dem Eingang seines Theaters ermordet. Bis heute ist die Tat nicht aufgeklärt. Wenn der Mord an Juliano …
israel/palästina
„Als Gleiche sind wir nicht geboren, Gleiche werden wir als Mitglieder einer Gruppe erst kraft unserer Entscheidung, uns gegenseitig gleiche Rechte zu garantieren“, schrieb die Philosophin Hannah Arendt kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Arendt erkannte, dass Rechte nichts wert sind, wenn sie nicht politisch durchgesetzt und gesichert werden. Das „Recht, Rechte zu haben“ (Arendt) ist angesichts der Entwicklung in der Welt mehr denn je bedroht. Rechtsfreie Räume gibt es gerade in dieser durch und durch ökonomisierten Welt zuhauf. Seit Beginn der 1980er Jahre hat medico deshalb immer wieder Rechtshilfe-Projekte unterstützt, um Menschen ohne Zugang zu juristischen Möglichkeiten bei der Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen zu unterstützen. …
sierra leone
In der Amputees Association haben sich jene Menschen zusammengeschlossen, die während des sierra leonischen Bürgerkrieges grausam verstümmelt wurden. Sie organisieren sich unter den widrigsten Bedingungen und fordern von der Regierung und den Diamantenfirmen, die den Krieg mitfinanzierten, Entschädigung und eine Rente, die ihnen ein Leben in Würde ermöglicht …
Um zu Fuß von einem zum anderen Ende des völlig überfüllten Flüchtlingscamps zu gelangen, braucht man zwei Stunden. Rund 80.000 Menschen kämpfen alleine im Camp "Zona K" am Rand von Mogadischu …
somalia
Die syrische Rebellion hat längst den Charakter eines blutigen Bürgerkrieges angenommen, der von Seiten des Regime wie aber auch von den militärischen Verbänden der Aufständischen mit …
syrien
In Syrien setzt sich die Eskalation der Gewalt mit verheerenden humanitären Folgen unvermindert fort. Wie dringend Nothilfe augenblicklich nicht nur im Land selbst, sondern auch in den benachbarten …
Syrien braucht Demokratie und Freiheit. Seine schutzlosen Menschen benötigen jetzt Ihre direkte Solidarität. Wir bitten Sie daher im Namen unserer Partner um Spenden für Medikamente, Nahrungsmittel, ein Dach über dem Kopf. …
Mohamed Bouazizi bewies posthum, dass nicht nur Staatsführer und Militärchefs Geschichte schreiben. Die erfolgreichen Revolten in Tunesien und Ägypten machten allen arabischen Herrschern klar, …
Mitte März erreichte der arabische Freiheitsfunken bekanntlich auch Syrien. Aber anders als in Tunesien und Ägypten, wo die Massenaufstände das Momentum nutzen und die Potentanten zum Abdanken zwingen konnten, hat das syrische Regime blutig zurückgeschlagen. Die über 40-Jährige Alleinherrschaft der Baath-Partei hat das Land nicht nur ausgebeutet, sondern auch mit einer Kultur der Angst verkrüppelt. Seit Wochen tötet der syrische Sicherheitsapparat im Auftrag der Assad-Sippe nach Belieben. …
Sobald die Khulumani Forum Theatre Group ihr Schauspiel im Wartebereich einer Busstation, in einer belebten Straße oder mitten zwischen den Hütten des Johannesburger Armenviertels …
südafrika
„Gewalt ist die einzige Sprache, die unsere Regierung versteht. Zuerst haben wir Beschwerden geschrieben und nichts passierte. Dann wurden wir gewalttätig und unsere Probleme wurden sofort …
Neben der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit zu Menschenrechtsverletzungen in Simbabwe und verschiedenen Versuchen, diese vor regionale Gerichte zu bringen, hat sich das in Pretoria/Südafrika ansässige ZEF seit 2008 auch mit den xenophoben Ausschreitungen gegen afrikanische Migrant_innen, besonders aus Simbabwe, beschäftigt. Ziel des ZEF ist es zudem, durch die psychosoziale Betreuung von Exil-Simbabwer_innen in Südafrika deren Selbstbewußtsein zu stärken und zur Überwindung erlebter Traumata beizutragen. Durch Vernetzung, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit engagiert sich ZEF sowohl gegen Abschiebungen und repressive Migrationspolitik als auch gegen xenophobe Einstellungen und Verhaltensweisen. …
Luthando, elf Jahre, fehlt in der Schule und kommt nicht zu den Gruppentreffen. Er muss sich um seine sterbende Mutter kümmern. Die Mutter ist an AIDS erkrankt. Als ein Sinani-Mitarbeiter die …
Seit Gründung 1995 hat die südafrikanische Organisation Sinani ein Konzept gemeindeorientierter Arbeit in konfliktgeprägten Regionen entwickelt, das friedensfördernde, ökonomische, gesundheitliche und psychosoziale Maßnahmen nicht nur addiert sondern integriert, um die Gemeinden dabei zu unterstützen, soziale, politische und persönliche Veränderungen umzusetzen. medico international unterstützt deren Arbeit auf verschiedene Weise: über Pilotprojekte mit jungen Männern und Gemeindeführern zur Gewaltprävention, mit psychosozialer Unterstützung für Kinder und Pflegeeltern in von HIV betroffenen Familien, mit der Entwicklung von Fortbildungsprogrammen und mit Menschenrechtsarbeit. …
Auf Veranstaltungen und in Gesprächen werden wir immer wieder gefragt: Wie kommt eine Partnerkooperation zustande? Formal ist das einfach zu erklären. Die südafrikanische Organisation Sinani, …
Die Khulumani Support Group ist eine Selbsthilfeorganisation von Überlebenden und Angehörigen von Menschenrechtsverletzungen während der Apartheid. Mit ihren 60.000 Mitgliedern ist die Organisation mittlerweile zu einer Referenz in Südafrika geworden, wenn es um den Umgang mit den Opfern des Apartheid-Regimes geht. Zum Gruppenalltag gehört die psychosoziale Unterstützung wie die praktische Bewältigung des Alltags. Gleichzeitig kämpfen die Khulumanimitglieder mit Kampagnen und Öffentlichkeitsaktionen für die Aufklärung von ungeklärten Fällen, Strafverfolgung von Tätern sowie Entschädigung und soziale Gerechtigkeit. Vor einem New Yorker Gericht haben sie eine Entschädigungsklage gegen multinationale Konzerne, darunter auch die deutschen Firmen Daimler und Rheinmetall, eingereicht, die von der Apartheid profitierten. Nach jahrelangen Kämpfen und Kampagnen, die auch von medico und anderen internationalen Organisationen unterstützt wurden, haben sie einen ersten Sieg mit einem Entschädigungsangebot von General Motors 2012 errungen …
GALZ setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert wird. Wie anspruchsvoll dieses Ziel ist, zeigt alleine die Tatsache, dass Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Partner_innen in Simbabwe immer noch verboten ist. Im Zuge des Reformprozesses, der zu einer neuen Verfassung führen soll, versuchen GALZ dies zu ändern. …
simbabwe
In Simbabwe streitet die Community Working Group on Health dafür, das Recht auf Gesundheit in der neuen Verfassung zu verankern. …
Die Organisation mit ca. 500 Mitgliedern setzt sich seit 1990 für die Rechte von LGBTI people (lesbian, gay, bisexual, trans- and intersex) in Simbabwe ein, die dort einer starken staatlichen und gesellschaftlichen Repression ausgesetzt sind. GALZ bietet seinen Mitgliedern zum einen einen Schutzraum zum Austausch und stellt Infomaterial und Bücher bereit. Zum anderen finden hier von Diskriminierung und Repression aufgrund ihrer sexuellen Identität Betroffene juristische als auch medizinisch-psychologische Hilfe. Zudem engagiert sich GALZ im Bereich des juristisch-politischen Lobbying und der Öffentlichkeitsarbeit. Indem sich GALZ im Rahmen von Menschenrechtsarbeit verortet, setzt sich die Organisation auch innerhalb der Zivilgesellschaft für die Anerkennung von sexuellen Minderheiten ein …