###USER_address###, die Massaker an Alawit:innen an der syrischen Küste mit über tausend Toten haben uns schockiert. Über die Freude nach Assads Sturz haben sich dunkle Schatten gelegt, die Hoffnung auf ein demokratisches Syrien hat einen schweren Rückschlag erlitten. Gleichzeitig hat die Selbstverwaltung Nordostsyriens ein historisches Abkommen mit der Übergangsregierung unterzeichnet – erstmalig wird die Minderheit der Kurd:innen als integraler Bestandteil des Landes anerkannt. Ein enorm wichtiges Signal ist unter diesen Bedingungen die Nothilfe, die der Kurdische Roter Halbmond für die Überlebenden der Massaker leistet. Wie geht es in Syrien weiter? Dieser Frage sind wir mit einem Schwerpunkt im aktuellen medico-rundschreiben nachgegangen: In einer Reportage aus Rojava und Damaskus gibt Anita Starosta Einblicke in die Realität des Landes und die Arbeit der medico-Partnerorganisationen. Der syrische Schriftsteller Yassin al-Haj Saleh analysiert die Natur des Assad-Regimes: "Vier Merkmale des Terrors" und in einem Interview mit der Anwältin Joumana Seif sprechen wir über die Möglichkeiten der Aufarbeitung der Verbrechen des Regimes und die Möglichkeiten des Völkerrechts. Das ganze rundschreiben finden Sie hier. Außerdem beschäftigen uns die erneuten israelischen Angriffe auf Gaza. Hunderte Tote forderten allein die Bombardements er ersten Nacht. Schrecken ohne Ende. Riad Othman beschreibt, welche Bedeutung die Wiederaufnahme des Krieges für Benjamin Netanjahus politisches Überleben hat. Während in Israel Tausende gegen den Krieg demonstrieren, leisten die medico-Partner:innen in Gaza weiter Nothilfe für die erneut vertriebenen Menschen. Wir leben wahrlich in einer Zeit der Monster. Mit besten Grüßen Moritz Krawinkel |