In Zeiten autoritärer Verschiebungen bedarf es globaler Solidarität. Das Erstarken rechter Parteien trifft geflüchtete Menschen am härtesten. An Europas Außengrenzen werden sie nicht nur aufgehalten, zurückgedrängt, verhaftet oder in Lagern zermürbt. Sie werden auch immer häufiger vor Gericht gestellt und ins Gefängnis gesperrt. Ihr Verbrechen: Die Suche nach Schutz, einem Leben in Frieden oder einem neuen Anfang und dabei die gegenseitige Hilfe. Das Urteil: Nicht selten mehrere Jahre Gefängnis.
Medico international und de:criminalize haben einen Fonds für Bewegungsfreiheit gegründet, mit dem geflüchtete Menschen unterstützt werden, die unrechtmäßig in Gefängnissen sitzen oder sich juristisch verteidigen müssen.
Die Arbeit des Fonds ist der Ausgangspunkt für die Veranstaltung, in der sich das HAU zusammen mit medico international auf die Suche nach solidarischen Antworten auf die gesellschaftliche Rechtsverschiebung im Inneren und die zunehmende Entrechtung von Geflüchteten an Europas Außengrenzen begeben haben. Mit Beiträgen zum Massaker von Pylos, bei dem 600 Menschen nach einer Attacke der Griechischen Küstenwache auf ein Flüchtlingsboot starben, zu Kämpfen ums Recht auf Bewegungsfreiheit mit Aktivist*innen, die auf der Flucht kriminalisiert wurden, und solidarischen Unterstützer*innen wie Alarm Phone, dem Legal Centre Lesvos, de:criminalize und weiteren. Mit musikalischen Einlagen, Videos von Forensic Architecture und Comedy zum Recht auf Bewegungsfreiheit von Jilet Ayşe.
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Mit dem Fonds für Bewegungsfreiheit unterstützen wir Menschen, die an den Rändern Europas unrechtmäßig in Gefängnissen sitzen oder sich verteidigen müssen. Wir finanzieren Prozess- und Anwaltskosten, unterstützen im Alltag und schaffen mit öffentlichen Kampagnen Aufmerksamkeit – weil Flucht kein Verbrechen ist. Helfen Sie uns dabei!